1994 ein gutes Jahr über Raben

Wer öffnet nicht gerne einmal die Augen, betrachtet die Umwelt und hofft auf eine Eingebung? Diese Eingebung hatte ich auch gesucht und irgendwie auch bekommen! Gefunden hatte ich sie auf jeden Fall nicht.

Vor der Kölner Uni zu Meditieren ist nicht wirklich ungewöhnlich, Yogagruppen treffen sich regelmäßig bei Sonnigem Wetter, andere spielen irgendwelche Instrumente, oder sie tanzen.

 

Einer dieser Tage war gekommen.

Ich hatte meine Initiation erst ein halbes Jahr hinter mir, und war zwischen ich kannst und ich kann gar nichts. „Freis“ hatte das Ritual um ein Jahr vorgezogen, weil er Hilfe brauchte und sich auf alle drei Eckpunkte dabei verlassen musste.

Das Schutzritual hatten wir im Kleinen schon häufiger mal getestet, aber das heißt nicht, dass es dann später im Großen auch klappen wird.

Bei Ihm selber war ich auch noch einmal fast zwei Jahre, auch wenn seine Betrachtungsweise deutlich abwich von der von „Hutje“. Für ihn war wichtig Energiereiche Rituale durch zu führen, zum Schutz von Orten, von Personen und auch wenn es sein muss vor sich selber!

Meine Frage, die mich damals beschäftigte war, wo ist der Unterschied von weiblicher Magie und männlicher Magie? Gibt es überhaupt einen Unterschied? …

Denn Magie ist nichts weiter als Energie! Energie nehmen und Energie geben! Wie man dieses dann macht …?

 

Tag und Nachtgleichen hatten wir gerade hinter uns gebracht und in mir brodelte die Überzeugung, ich kann die Welt verändern (ich denke aus heutiger Sicht, ist es eine Frage des Alters).

Aber genau diese Einstellung brachte mich dazu, an dem Ort eine Bodenmeditation zu machen.

Langsam in den Boden eintauchen und die Kraft im Kreis fließen zu lassen, ohne dabei einen Schutzkreis zu erzeugen.

Gelernt hatte ich es von Freis, um einen Erdungsort vorzubereiten. Nicht um Energie zu nehmen oder Energie zu geben, einfach nur um zu testen, ob ein gleichmäßiger Fluss vorhanden ist.

Nur es war weder ein Ort an dem man sich Erden wollte, noch wollte ich ihn vorbereiten, ich war einfach in der Stimmung dazu (würde ich heute sagen). Was es allerdings erzeugt, wurde mir erst bewusst, als ich danach die Augen wieder öffnete. Im Abstand von ca. zwei Metern versammelten sich, um mich herum, einige dutzend dieser Rabenvögel. Keiner kam näher heran, als wäre es das warten auf die Beute, doch die Beute lebt noch!

 

Als ich dann die Augen öffnete, gab es Durcheinander und die Vögel suchten das weite. Ein kleiner Junge der mit seiner Mutter unterwegs war, brachte nur heraus: „Guck mal Mama, ein Raben Mann!“

An öffentlichen Plätzen werde ich nie mehr so etwas machen, das sorgt für viel zu viel Aufregung.

 

ich hatte lernen müssen, jedes Tier reagiert vollkommen unterschiedlich auf Energie!

 

Das spielen mit Energie ist nicht immer nur dann, wenn man eine Bodenmeditation macht, auch wenn es die stärkste ist. Aber wenn man an einem See sitzt und eine Libelle kommt auch einen zugeflogen, dann reicht es ein wenig Energie zu nehmen und sie zum Spielen zu gebrauchen.

Das immer wieder wegfliegen und wiederkommen und dann bis sie fast 20cm von der Nase weg ist, frohlockt schon. Nimmt man bei ihr zuviel Energie, dann stößt es sie ab, nimmt man zuwenig so findet es sie uninteressant. Ich war knapp davor, meine Hand auszustrecken, damit sie darauf landen kann.

Bei der Hummel war es so, ein leichtes krabbeln auf der Hand, ab und an hielt sie sich fest um dann wieder etwas zu lecken, dann lief sie ein paar schritte und so weiter. Zwischendrin sah sie mich an, als wollte sie mich fragen, weshalb sie denn nichts schmecke, aber erst als ich die Energie runter fuhr drehte sei eine kleine Runde um mich und verschwand wieder auf einer Blüte.

Die Natur zeigt uns so viele verschiedene Muster an Energie und immer wieder lädt sie uns ein, ein Teil dieses schönes großen Gartens zu sein.

Aber vielleicht ist es genau das, was wir einfach wieder erkennen müssen, um auch von der Welt geliebt zu werden.

Die ersten Meditationsversuche vor einem Armeisenhaufen gingen an die Armeisen, sie waren mehr und ich würde sagen, ich war schlecht gewesen, sie erkannte mich nicht als ihresgleichen an, doch es ist das Üben, welches täglich für uns da ist, welches uns dazu bringt, die Welt immer wieder neu zu erkennen.

 

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